Vereinbarkeit von Pflege und Beruf

Pflege, Beruf und Familie im Alltag zu vereinbaren, ist für viele pflegende Angehörige eine Herausforderung. Denn umfassende Pflege ist ein Vollzeitjob und ist mit einem Kraft- und Zeitaufwand verbunden. Auch wenn die Pflege aus der eigenen Hand die ideale und angenehmste Lösung für Pflegebedürftige und Angehörige zu sein scheint, darf in der Familie niemand zu kurz kommen – auch Sie als Pflegende oder Pflegender. Denn auch die eigene Familie oder die Kollegen sowie Projekte kann man schwer zurückstellen.

Damit Sie weiterhin Ihrem Beruf nachgehen und noch Zeit für die eigene Familie finden, hilft Ihnen die Promedica Alltagsbetreuung weiter. Erfahren Sie auf dieser Seite alles, was Sie über die Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf sowie über das Pflegezeitgesetz wissen müssen.

Die Promedica Alltagsbetreuung schafft Abhilfe, wenn Sie die Pflege nicht eigenständig übernehmen können oder in den Beruf zurückkehren möchten. Damit Sie so schnell wie möglich Zeit für Ihre Liebsten haben, finden Sie auf dieser Seite das Muster-Anschreiben zur Ankündigung der Pflegezeit beim Arbeitgeber.

Wir bieten Ihnen neben einer umfassenden Rundum-Alltagsbetreuung durch eine feste Pflegekraft, die bei dem pflegebedürftigen Angehörigen wohnt, auch folgenden Service:

  • Tägliche Erreichbarkeit durch 24-Stunden-Hotline
  • Hundertprozentige Rechtssicherheit

  • Garantierter Einsatz innerhalb von 5 Werktagen
  • Individuelle Leistungspakete

Kündigen Sie rechtzeitig die Pflege Ihrer Angehörigen bei Ihrem Arbeitgeber an:

Jetzt Muster zur Ankündigung der Pflegezeit herunterladen!

Über das Pflegezeitgesetz

Bei einem plötzlichen Pflegefall kann es vorkommen, dass Sie schnell handeln und erst mal selbst für die Pflege Ihrer Angehörigen einspringen müssen. Die Freistellung nach dem Pflegezeitgesetz und dem Familienpflegezeitgesetz macht es möglich, von einem Vollzeitberuf auf die Vollzeitpflege eines Angehörigen umzusteigen. Mit dem Pflegeunterstützungsgeld ist Ihnen auch finanziell bei der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf geholfen.

Bei einem unerwarteten Pflegefall hat der oder die Beschäftigte das Recht, bis zu 10 Tage von der Arbeit fernzubleiben. Die kurzzeitige Arbeitsverhinderung dient dazu, die nötige Pflege eines Angehörigen sicherzustellen.

Dazu erhalten Sie Pflegeunterstützungsgeld, wenn der zu pflegende Angehörige pflegeversichert ist. Weitere Informationen finden Sie auch auf den Internetseiten der zuständigen Pflegekasse oder des Bundesministeriums für Gesundheit.

Kommt es zu einer längerfristigen Pflegesituation, können sich Berufstätige von der Arbeit freistellen lassen. Dies kann vollständig oder auch nur teilweise erfolgen, je nach Umfang und Pflegebedarf. Das wird auch Pflegezeit genannt.

Die Pflegezeit

Der Anspruch auf Pflegezeit wird gewährt, wenn Sie nahe Angehörige in häuslicher Umgebung pflegen. Diese Regelung trifft auf alle Pflegegrade zu. Um die Pflege zu ermöglichen, haben Sie Anspruch auf Freistellung von der Arbeitsleistung.

Als nahe Angehörige gelten:

  • Großeltern

  • Eltern
  • Schwiegereltern
  • Stiefeltern

  • Ehegatten
  • Lebenspartner
  • Geschwister
  • Ehegatten der Geschwister
  • Geschwister der Ehegatten
  • Lebenspartner der Geschwister
  • Geschwister der Lebenspartner
  • Kinder
  • Adoptiv- und Pflegekinder
  • Kinder des Lebenspartners
  • Schwiegerkinder
  • Enkelkinder

Wo liegt der Unterschied zwischen Pflegezeit und Familienpflegezeit?

Der größte Unterschied zwischen der Familienpflegezeit und der Pflegezeit ist die teilweise beziehungsweise vollständige Freistellung der Arbeitsleistung.

Familienpflegezeit (gemäß § 2 Abs. 1 FPfZG)
  • Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit

  • Mindestumfang 15 Stunden für die Dauer von 24 Monaten
  • Für die Pflege eines nahen Angehörigen in häuslicher Umgebung

Pflegezeit (gemäß § 3 Abs. 1 PflegeZG)
  • Teilweise oder vollständige Freistellung
  • Maximal 6 Monate möglich
  • Für die Pflege eines nahen Angehörigen in häuslicher Umgebung

Der Anspruch auf Freistellung bei Pflege eines nahen Angehörigen bei der Familienpflegezeit besteht nur gegenüber Arbeitgebern mit mehr als 25 Beschäftigten. Vor der Freistellung muss eine Ankündigungsfrist von 8 Wochen eingehalten werden. Gemeinsam mit dem Arbeitgeber werden dann die Verringerung und die Verteilung der Arbeitszeiten schriftlich festgehalten. Für Beamtinnen und Beamten gelten die Regelungen der jeweiligen Bundesländer, jedoch haben sie grundsätzlich auch Recht auf Familienpflegezeit und Pflegezeit zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf.

Kündigen Sie die Pflege Ihrer Angehörigen bei Ihrem Arbeitgeber an:

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Besteht Kündigungsschutz während der Familienpflegezeit?

Ab zwölf Wochen vor dem angekündigten Beginn der Familienpflegezeit bis zur Beendigung haben Sie einen besonderen Kündigungsschutz. Eine Kündigung ist dann nur noch in Ausnahmefällen möglich.

Kann man Pflegezeit und Familienpflegezeit auch kombinieren?

Diese beiden Unterstützungsleistungen können auch kombiniert in Anspruch genommen werden. Dennoch beträgt die Gesamtdauer der Freistellung höchstens, wie auch bei der Familienpflegezeit, 24 Monate. Pflegezeit und Familienpflegezeit können parallel oder nacheinander erfolgen, beispielsweise von nahen Angehörigen, die die Pflege unter sich aufteilen.

Was ist das Pflegeunterstützungsgeld?

Pflegeunterstützungsgeld kann als Ausgleich für entgangenes Arbeitsentgelt für bis zu zehn Arbeitstage in Anspruch genommen werden. Dieser Ausgleich ist für alle Pflegegrade wirksam. Als Brutto-Pflegeunterstützungsgeld werden 90 % des ausgefallenen Nettoarbeitsentgelts gezahlt. Das Pflegeunterstützungsgeld für zehn Tage dient Angehörigen dazu, kurzfristig eine geeignete Pflege zu organisieren.

Praxisbeispiel: Ein Arbeitnehmer nimmt die kurzzeitige Arbeitsverhinderung für 10 Tage in Anspruch. Daraus ergibt sich für diesen Zeitraum ein Nettoverdienstausfall in Höhe von 670 Euro. Das Brutto-Pflegeunterstützungsgeld von 60,03 pro Kalendertag wird wie folgt berechnet: 90 % von 670 Euro geteilt durch 10 Tage.

Bei dem Pflegeunterstützungsgeld handelt es sich um eine sogenannte Antragsleistung. Das bedeutet, dass Angehörige erst einen Antrag bei der Pflegekasse des Pflegebedürftigen stellen. Erst dann können Sie das Pflegeunterstützungsgeld erhalten. Ein Antrag ist so schnell wie möglich zu stellen. Sie können den Antrag meist telefonisch einfordern oder auf der Internetseite der Pflegekasse herunterladen.

Vereinbarkeit von Pflege und Beruf– diese Möglichkeiten haben Sie

Plötzlich Pflegefall und schnelle Abhilfe? Als Alternative zur Angehörigen Pflege aus eigener Hand können Sie auch Hilfe von außerhalb in Anspruch nehmen. Die Möglichkeiten sind vielseitig. Je nach Pflegestufe oder Umstände der Pflege, wie beispielsweise bei einer kurzzeitigen Verhinderung, kann es reichen, die Pflege selbst zu übernehmen oder lediglich einen Teilzeit-Pflegedienst zu beanspruchen. Diese Möglichkeiten zur Pflege haben Sie:

  • Pflege aus eigener Hand
  • Pflegeheim
  • Altenpflege und -betreuung im Altersheim
  • Altenpflege und -betreuung im Altersheim
  • 24 Stunden Pflege und Betreuung

Gerne beraten wir Sie bei der Auswahl der richtigen Pflegeleistung für Ihre Ansprüche und Bedürfnisse und zeigen Ihnen Ihre Optionen auf. Bei einem kostenlosen und unverbindlichen Beratungsgespräch können Sie sich auch über die Leistungen der Promedica Alltagsbetreuung und über die Optionen der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf informieren. Wir freuen uns auf Ihren Anruf.

Lassen Sie sich kostenlos beraten. Rufen Sie uns an.

Wir nehmen uns Zeit für Sie.

0800 200 223 02

24 Stunden am Tag an 7 Tagen in der Woche

Pflegezeit beim Arbeitgeber einreichen

Formular zum Ankündigen der Pflegezeit

  • Freistellung bis zu 6 Monaten
  • Schnell und einfach auszufüllen
  • Als Ausdruck oder online verschicken
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