Unterstützung bei der Pflege zu Hause – so umgehen Sie das Pflegeheim

Unterstützung Pflege zu Hause

Unterstützung der pflege zu Hause durch die eigene Tochter

Die Pflege eines Angehörigen alleine zu stemmen, ist neben dem beruflichen Alltag und anderen privaten Verpflichtungen kaum möglich. Die Vollzeitpflege schafft kaum jemand alleine und deswegen sehen viele Familien das Pflege- oder Altenheim als letzten Ausweg, damit die lieben Angehörigen gepflegt und umsorgt sind. Aber das muss nicht sein. Hier stellen wir Ihnen Alternativen für die Unterstützung der Pflege zu Hause vor. Lesen Sie jetzt rein!

Unterstützung bei der Pflege: welche Möglichkeiten gibt es?

Die meisten Pflegebedürftigen werden immer noch zu Hause gepflegt und nach wie vor ist das auch der größte Wunsch vieler Menschen. Meist geht die Pflegesituation fließend in die Hände eines Angehörigen über. Zunächst wird die Hilfe nur manchmal benötigt, doch schon bald wird der liebevollen Pflege aus erster Hand mehr Zeit gewidmet, als anfangs eingeplant war. Kurzum: Ohne eine Unterstützung bei der Pflege zu Hause ist die Situation in vielen Fällen durch die Angehörigen kaum zu stemmen. Diese Möglichkeiten für eine Entlastung pflegender Angehöriger und eine bessere Versorgung Ihrer Liebsten bestehen:

  • Sie teilen sich die Pflege unter den Angehörigen auf und wechseln sich ab.
  • Ein ambulanter Pflegedienst schaut einmal am Tag vorbei.
  • Sie organisieren eine Teilzeitpflege entweder zur Tages- oder zur Nachtzeit.
  • Sie übergeben Ihre Angehörigen zeitweise in die Kurzzeitpflege.
  • Sie engagieren eine 24 Stunden Pflege und Betreuung mit einer Betreuungskraft, die bei den Angehörigen wohnt.

Alle der genannten Formen der Pflege und Betreuung haben bestimmte Vorteile. Neben der zeitlichen, körperlichen und psychischen Entlastung durch eine dieser Möglichkeiten können Sie zur finanziellen Entlastung Unterstützungsgeld von der Pflegekasse der pflegenden Angehörigen bekommen.

Pflege unter den Angehörigen aufteilen

Um die Belastung für einzelne Familienmitglieder zu senken, bietet es sich an, die Betreuung der Lieben innerhalb der Familie und eventuell auch im Freundes- und Bekanntenkreis aufzuteilen. Diese Option funktioniert am besten, wenn Sie einen festen Plan entwickeln und genau planen, wer sich zu welchen Zeiten um die hilfebedürftige Person kümmert. Hierbei ist eine langfristige Organisation besonders vor dem Urlaub oder Phasen, in welchen Sie beruflich oder anderweitig stark eingebunden sind, essenziell. Wichtig ist auch der offene Austausch sowohl mit allen an der Pflege und Betreuung beteiligten Personen als auch mit dem pflegebedürftigen Menschen selbst. Gibt es bestimmte Dinge wie Unterstützung bei der Körperpflege, bei denen sich Ihr Angehöriger oder Ihre Angehörige bei einer bestimmten Person besonders gut aufgehoben fühlt? Dann ist es wichtig, dass diese Wünsche ernst genommen und umgesetzt werden.

Senioren backt mit Ihrer Tochter, eine Unterstützung bei der Pflege zu Hause durch mehrere Angehörige

Teilen Sie die Versorgung innerhalb der Familie auf, können Sie viele schöne Stunden miteinander verbringen – Voraussetzung ist, dass genügend Familienmitglieder vor Ort leben, damit die Belastung für die einzelnen nicht zu groß wird.

Wenn mehrere Familienmitglieder und Freunde Ihres Vaters, Ihrer Mutter oder Ihrer Großeltern vor Ort wohnen, ist die Möglichkeit der Aufteilung der Pflege untereinander eine persönliche und kostengünstige Möglichkeit, um für Unterstützung bei der Pflege zu Hause zu sorgen. Gleichzeitig wird der Wunsch, in der Vertrautheit der eigenen vier Wände wohnen zu bleiben, dabei wahr.

Unterstützung bei der Pflege zu Hause durch einen ambulanten Pflegedienst

Wohnen nicht genügend Angehörige vor Ort, um die Betreuung Ihres geliebten Menschen untereinander aufzuteilen, so bietet es sich gegebenenfalls an, einen ambulanten Pflegedienst zu engagieren. Auch dieser ermöglicht es Betroffenen, im eigenen Zuhause zu bleiben. Mögliche Leistungen eines solchen Dienstes sind:

  • Unterstützung bei Körperpflege und Ernährung
  • Maßnahmen wie Medikamentengabe und Verbandswechsel – nach § 37 SGB geregelt
  • Hilfe bei der Organisation von Fahrdiensten oder Essenslieferungen

Während ein ambulanter Pflegedienst zur Unterstützung der Pflege zu Hause deutlich entlastet, ist durch wechselndes Personal teils keine feste Bezugsperson gegeben. Haben Sie selbst genügend Zeit, Ihre Angehörigen regelmäßig zu besuchen, um mit Ihnen Zeit zu verbringen, bietet ein ambulanter Pflegedienst jedoch eine gute Option, um die Pflegesituation positiver zu gestalten.

Teilzeitpflege in einer stationären Einrichtung

Eine Teilzeitpflege bedeutet eine Unterbringung in einer stationären Pflegeeinrichtung während bestimmter Tageszeiten – häufig entweder tagsüber oder nachts. Die Tages- oder Nachtpflege von Senioren erfolgt dabei in der Regel in einem Altenheim oder in speziell auf die Teilzeitpflege ausgerichteten Einrichtungen. Auch die teilstationäre Pflege ermöglicht es Senioren, weiterhin zu Hause zu leben, und bietet sich gerade dann an, wenn bereits ein größerer Pflegebedarf besteht – besonders in diesen Fällen ist die teilstationäre Pflege zur Unterstützung bei der Pflege zu Hause eine sinnvolle Entscheidung:

  • Wenn die gepflegte Person an Demenz erkrankt ist und rund um die Uhr eine Betreuung benötigt, die Angehörigen diese jedoch nicht leisten können
  • Wenn während der Nacht Medikamente gereicht werden müssen
  • Wenn Sie selbst täglich zu bestimmten Zeiten familiär oder beruflich eingespannt sind und gut planen können, wann Sie selbst für Ihre Lieben da sein können
  • Wenn eine häusliche Pflege an sich von Ihnen getragen werden kann und lediglich zu bestimmten Tageszeiten nicht realisierbar ist
Seniorin verbringt mit Pflegekraft im Altenheim, welches die Pflege zu Hause unterstützt

Bei der teilstationären Pflege wohnen hilfebedürftige Senioren zu Hause, verbringen jedoch einige Stunden oder ganze Nächte und Tage in einem Altenheim.

Entlastung durch stationäre Kurzzeitpflege

Wenn Sie lediglich für einen begrenzten Zeitraum eine Unterstützung bei der Pflege und Betreuung eines oder einer Angehörigen suchen, gibt es die Option der Unterbringung in einem Altenheim für einen zuvor festgelegten Zeitraum. Wünscht sich die betroffene Person, in der vertrauten Umgebung zu bleiben, ist diese Option durch die zeitliche Begrenzung zwar eine Art Kompromiss, jedoch nicht ideal. Sollte diese Option für Sie und Ihre Angehörigen in Frage kommen, ist es am sinnvollsten sich bei wohnortnahen Einrichtungen über die Kurzzeitpflege zu informieren und ein Angebot einzuholen.

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Pflegegeld und Formalitäten

Neben der körperlichen und seelischen Entlastung durch eine Unterstützung bei der Pflege zu Hause, sehnen sich viele Angehörige auch nach finanzieller Hilfe, denn die Pflegesituation ist häufig mit erhöhten Lebenskosten verbunden. Wenn der oder die zu pflegende Angehörige pflegeversichert ist, besteht ein Anspruch auf eine finanzielle Unterstützung. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Geld für die Unterstützung der Angehörigen gedacht ist oder für eine Pflege und Betreuung durch externe Hilfskräfte verwendet wird. Allgemein wird zwischen Pflegegeld und Pflegesachleistung unterschieden. Beides hängt vom Pflegegrad – früher Pflegestufe – ab:

  • Pflegegrad 1: 125 Euro
  • Pflegegrad 2: 316 Euro
  • Pflegegrad 3: 545 Euro
  • Pflegegrad 4: 728 Euro
  • Pflegegrad 5: 901 Euro

Der Anspruch besteht sowohl bei der häuslichen Pflege durch Familie und Bekannte als auch bei Pflegesachleistungen, also wenn die Pflegedienstleistung durch einen externen Anbieter wie einen ambulanten Pflegedienst oder einer Pflegeeinrichtung geleistet wird.

Mann im Rollstuhl lächelt, da er Unterstützung bei der Pflege zu Hause in Anspruch nimmt.

Dank der Unterstützung bei der Pflege zu Hause sind alle ausgelassen.

So gehen Sie in wenigen Schritten vor, wenn Sie Pflegeleistungen beantragen möchten:

  1. Antrag auf Pflegeleistungen bei der Pflegeversicherung einreichen.
  1. Medizinischer Dienst der Krankenkassen (MDK) begutachtet die Pflegesituation und den Pflegegrad.
  1. Es erfolgt die Einordnung in einen Pflegegrad. Wenn dieser nicht der Situation entspricht, können Sie Widerspruch einlegen.
  1. Es erfolgt die Auszahlung von Pflegegeld oder Pflegesachleistungen.

Rundum-Pflege und Betreuung mit einer Betreuungskraft

Ist Ihr Angehöriger oder Ihre Angehörige auf eine Betreuung rund um die Uhr angewiesen und Sie möchten den Wunsch erfüllen, im eigenen Zuhause wohnen zu bleiben, besteht die Möglichkeit der 24 Stunden Pflege und Betreuung. Bei dieser Form der Unterstützung der Pflege zu Hause wohnt ein Alltagsbegleiter beziehungsweise eine Betreuungskraft bei der hilfebedürftigen Person und hilft bei der Gestaltung des Alltags. Auch diese Leistung wird bei einem anerkannten Pflegegrad von der Pflegekasse bezahlt.

Die Betreuungskräfte von Promedica unterstützen beispielsweise bei diesen Aufgaben:

  • Begleitung bei Spaziergängen oder zu Arztterminen
  • Haushaltshilfe beim Wäsche waschen, putzen, aufräumen oder Geschirr spülen
  • Hilfe beim Einkaufen, Kochen und Essen
  • Freizeitgestaltung

Auch bestimmte pflegerische Tätigkeiten werden übernommen:

  • Wechseln und Waschen von Wäsche und Kleidung
  • Unterstützung beim Aufstehen und Zubettgehen
  • Grundlegende Betreuung und Hygiene
  • Hilfe beim Toilettengang

Vorteil einer solchen Unterstützung bei der Pflege zu Hause ist, dass die Betreuungskraft individuell auf die Bedürfnisse Ihrer Liebsten eingeht und Sie diese stets in Gesellschaft wissen, wodurch auch das häufige Problem der Einsamkeit im Alter gemieden wird. Die wenigsten Menschen sind in der Lage, rund um die Uhr für ihre hilfebedürftigen Angehörigen da zu sein, möchten diese aber gleichzeitig nicht in ein Altenheim umziehen lassen – eine Betreuungskraft in häuslicher Gemeinschaft löst ebendieses Problem.

Sie möchten mehr über die Arbeit der Betreuungskräfte von Promedica erfahren? Nehmen Sie jetzt Kontakt auf – wir freuen uns auf Sie!

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