Plötzlich Pflegefall

2020-09-15T11:04:07+02:00Juli 31st, 2020|Pflegeratgeber|

Plötzlich Pflegefall

Wenn schnell Hilfe nötig ist

Ein Pflegefall in der Familie kann plötzlich und unerwartet auftreten, beispielsweise durch einen Unfall oder eine Erkrankung. Aber auch ein schleichender Prozess kann Sie auf einmal mit der Pflegeverantwortung überrumpeln, wie beispielsweise bei stärker werdender Herzschwäche, Rheuma oder Demenz. Viele Betroffene sind dann auf der Suche nach einer Lösung, mit der sie und die zu pflegende Person einverstanden sind. Leider ist es für Angehörige nicht immer einfach, die Pflege selbst zu übernehmen, auch wenn sie es gerne möchten. Wenn sie nicht nah genug beieinander wohnen oder selbst berufstätig sind, ist es schwierig, die Pflege mit dem eigenen Alltag zu vereinbaren. Das Angebot an Pflegemöglichkeiten ist groß.

Gibt es in Ihrem Umfeld auch einen plötzlichen Pflegefall und Sie wissen nicht, welche Lösung die Richtige für Sie ist? In unserem Pflegeratgeber geben wir Ihnen einen Überblick über Ihre Möglichkeiten für plötzliche Pflegefälle und erklären Ihnen, wie Sie am besten vorgehen.

Checkliste – 5 Schritte bei einem plötzlichen Pflegefall

Bei einem plötzlichen Pflegefall gilt es, möglichst schnell Entscheidungen zu treffen, damit die Pflegeperson schnell entlastet wird. Mit diesen 5 Schritten geben wir Ihnen eine Anleitung für die Pflegeberatung an die Hand, mit welcher Sie sich einen Überblick über die Situation und die Vorgehensweise verschaffen können. Laden Sie sich die eine Anleitung herunter.

Der Pflegegrad gibt Auskunft darüber, wie viel Unterstützung der oder die zu Pflegende braucht. Außerdem zeigt er Ihnen, wie viel monetäre Unterstützungsleistung Sie von der Pflege- und Krankenkasse bekommen. Den Pflegegrad können Sie auch hier unverbindlich in unserem Pflegegradrechner ermitteln lassen. Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) stellt die Pflegebedürftigkeit und die Pflegestufe bei einer Begutachtung zu Hause fest. Wird der Pflegegrad zu niedrig erfasst, können Sie innerhalb von 4 Wochen Widerspruch einlegen.

PflegegradPflegegeldPflegesachleistungLeistung bei teilstationärer PflegeLeistung bei vollstationärer Pflege
12345
0 €316 €545 €728 €901 €
0 €689 €1.298 €1.612 €1.995 €
0 €689 €1.298 €1.612 €1.995 €
125 €770 €1.262 €1.775 €2.005 €

Ist das Zuhause für eine häusliche Pflege geeignet, beispielsweise für ein barrierefreies Leben? Können Angehörige selbst die Pflege und Betreuung übernehmen? Sofern dies möglich ist, eignet sich die Pflege durch Angehörige. Manchmal müssen dafür aber Veränderungen am Wohnumfeld vorgenommen werden. Einen Antrag auf Umbau können Sie hier herunterladen. Bedarf es aber bestimmten Fachpersonals, dann ist eine Pflegeeinrichtung eventuell die bessere Wahl. Bei schwerwiegender Demenz beispielsweise ist eine Rundumbetreuung die beste Wahl.

Des Weiteren gibt es diese Einrichtungen für die Pflege und Betreuung:

  • Betreutes Wohnen
  • Senioren WGs
  • Betreute Pflegewohngruppen
  • Alten- und Pflegeheime
  • Seniorenstifte
  • Betreuungsdienste

Je nach Einschränkung kann es für die zu pflegende Person schwierig sein, die Selbstständigkeit aufzugeben und Hilfe anzunehmen. Auch ein Umzug in ein Alten- oder Pflegeheim bei vollstationärer Pflege kann ein großer Schock sein. Hier sollte besonders auf die speziellen Bedürfnisse und Wünsche geachtet werden, um die Betreuung so angenehm wie möglich zu gestalten.

Bei bestimmten Einschränkungen oder Krankheiten bedarf es bestimmter Hilfsmittel, die den Alltag erleichtern oder auf welche die Pflegeperson angewiesen ist. Diese Pflegehilfsmittel werden auf Antrag durch die Pflegekasse erstattet. Darunter fallen beispielsweise Hausnotrufsysteme oder Mobilitätshilfen, die notwendig sind, wenn die zu pflegende Person zu Hause betreut wird. Bei manchen Installationen, wie beispielsweise einem Treppenlift oder einem barrierefreien Bad sind eventuell Umbauten nötig.

Auch wenn es eine der unangenehmen Aufgaben ist, ist es dennoch wichtig, Formulare frühzeitig auszufüllen. Verfassen Sie alle Vollmachten, wie zum Beispiel die Vorsorgevollmacht, die Betreuungsverfügung oder die Patientenverfügung. Auch eine Pflegezusatzversicherung kann sich rentieren, um Pflegekosten zu senken. Schließen Sie nötige Versicherungen auch gleich am Anfang ab.

Pflegefall – was nun?
Jetzt Checkliste downloaden!

Was sind Pflegehilfsmittel?

33 Abs.1 SGB V: „Versicherte haben Anspruch auf Versorgung mit […] Hilfsmitteln, die im Einzelfall erforderlich sind, um den Erfolg der Krankenbehandlung zu sichern, einer drohenden Behinderung vorzubeugen oder eine Behinderung auszugleichen […].“

Plötzlich Pflegefall: verschiedene Optionen der Pflege

Stationäre Pflege:

Die stationäre Pflege bietet 24 Stunden Betreuung und medizinisches Fachpersonal, das auch bei Notfällen richtig eingreifen kann. Gerade für sehr eingeschränkte Menschen kann dies sinnvoll sein. Auch der soziale Kontakt zu anderen ist hier ein besonderer Vorteil.

  • Medizinische Notfallhilfe 24 h
  • Barrierefreies & soziales Umfeld

  • Hohe Kosten (bis 3.000 Euro monatlich)
  • Fremde Umgebung & nur ein Zimmer

Ambulante Pflege:

Ein ambulanter Pflegedienst unterstützt Sie, wenn Sie die Pflege und Betreuung eines Angehörigen übernehmen, aber dennoch nicht den ganzen Tag erreichbar sind. Dies ist ein guter Mittelweg, bei dem für ein paar Stunden die Betreuung abgenommen wird.

  • Zu Hause wohnen bleiben

  • Kostengünstig

  • Unterstützung durch Angehörige
  • Nur Grundversorgung

Häusliche 24h Betreuung und Pflege:

Bei einer Rundumbetreuung wie der von Promedica wohnt eine Pflegekraft bei Ihren Angehörigen zu Hause und steht damit 24 Stunden am Tag zur Verfügung. Dies ist eine großartige Alternative zur häuslichen Pflege durch Familienmitglieder, da diese Form der Betreuung in der Familie zu Überlastung und Unstimmigkeiten führen kann.
Je nach Bedarf kann die externe Betreuungsperson jederzeit eigreifen und genau da Unterstützung leisten, wo sie nötig ist. Eigenständigkeit und sozialer Kontakt bleiben erhalten, wobei Angehörige vollständig entlastet werden.

  • Eigenständigkeit
  • In den eigenen vier Wänden
  • Eventuell Umbau nötig
  • Höherer Kostenaufwand

Schnelle Hilfe innerhalb von 5 Werktagen – mit der Promedica Alltagsbetreuung

Wenn Sie die Pflege nicht selber übernehmen können und ein Senioren- oder Pflegeheim keine Option ist, Sie aber dennoch schnelle Hilfe benötigen, dann ist die 24 Stunden Pflege eine geeignete Alternative. Ein Alltagsbegleiter wohnt mit Ihren Familienangehörigen zusammen und betreut sie bei alltäglichen Aufgaben. Dabei können sie rund um die Uhr auf die Unterstützung zurückgreifen.

Innerhalb von 5 Werktagen vermittelt Ihnen Promedica eine Pflegekraft, die sich fürsorglich um Ihre Angehörigen kümmert. Die Betreuer kommen aus Osteuropa und sind speziell für die Pflege und Begleitung von Senioren und Pflegebedürftigen ausgebildet. Je nach individuellem Bedarf können Leistungen dazu gewählt werden, um Ihnen bestmögliche Unterstützung bei der Versorgung Ihrer Verwandten zu gewährleisten.

Pflegefall – was nun?
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Plötzlich Pflegefall – Häufige Fragen & Antworten

Hier erhalten Sie alle Antworten zu Ihren Fragen.

Welche finanzielle Unterstützung erhalten Sie bei einem plötzlichen Pflegefall?2020-08-03T11:35:36+02:00

Sobald ein Pflegefall eintritt – ob plötzlich oder nicht – sollten Sie sich bei der Pflegekasse melden und einem Antrag auf Pflegegrad und damit Pflegegeld stellen. Ein Gutachter betrachtet alle Voraussetzungen sowie Umstände und trifft eine Entscheidung, die zur Pflegekasse weitergeleitet wird. Je nach Pflegegrad bekommen Sie einen Beitrag für die Unterstützungsleitung ausgezahlt. Die Kosten können bei Genehmigung auch rückwirkend erstattet werden. Wird der Pflegegrad falsch eingeschätzt, können Sie Widerspruch einlegen. Eine Mustervorlage gegen die falsche Einstufung in einen Pflegegrad finden Sie hier.

Welche Pflegeform ist die Richtige?2020-08-03T11:35:18+02:00

Ob häusliche, ambulante, stationäre oder Vollzeit-Pflege im eigenen Zuhause – das hängt ganz von dem plötzlichen Pflegefall und der Unterstützung durch Angehörige ab. Umstände wie schwere Krankheiten oder Verwandte, die zu weit weg wohnen oder berufstätig sind, machen eine häusliche Pflege aus der eigenen Hand manchmal nicht möglich. Eine zusätzliche ambulante Pflege kann hinreichend oder aber auch zu wenig sein. Eine Alternative zur Unterbringung in einem Pflege- oder Seniorenheim ist die 24 Stunden Betreuung einer Pflegekraft, die bei der zu pflegenden Person wohnt.

Plötzlich Pflegefall – Was kann man als Angehöriger tun?2020-08-03T11:34:50+02:00

Wenn ein plötzlicher Pflegefall eintritt, dann sollten Sie als Angehörige oder Angehöriger zunächst Ruhe bewahren und sich ruhig und bedacht um den Pflegefall kümmern. Machen Sie sich Gedanken um die Form der Pflege- und Unterstützungsleistung, teilen Sie Aufgaben unter Verwandten auf und arbeiten Sie die Punkte gewissenhaft ab. Wichtig ist es, mit dem zu pflegenden Angehörigen zu sprechen und ihn über die Maßnahmen aufzuklären.

Plötzlich Pflegefall?

Das sind die wichtigsten 5 Schritte – hier Checkliste downloaden!

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