Kostenlose Pflegehilfsmittel zum Verbrauch

Im Schnellüberblick:

Sie haben einen gesetzlichen Anspruch auf Pflegehilfsmittel zum Verbrauch, wenn Sie eine pflegebedürftige Person mit anerkanntem Pflegegrad betreuen.

Sie oder Ihre Angehörigen brauchen keine ärztliche Bescheinigung (Rezept), um die kostenlosen Pflegemittel zu erhalten und die Kosten erstattet zu bekommen. Sie können den Antrag auf Kostenübernahme einfach bei der Pflegekasse einreichen.

3 Voraussetzungen für kostenlose Pflegehilfsmittel:

  • Pflegebedürftige Person hat einen anerkannten Pflegegrad.
  • Pflegebedürftige Person lebt zu Hause, in einer Wohngemeinschaft oder in einer Einrichtung für betreutes Wohnen.
  • Pflegebedürftige Person wird (auch) von Angehörigen, Freunden oder Bekannten gepflegt.

Welche Pflegehilfsmittel gibt es?

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Inhaltsverzeichnis

  • Was sind Pflegehilfsmittel

    • Hilfsmittel und Pflegehilfsmittel – die Unterschiede
    • Welche Pflegehilfsmittel gibt es?
  • Wer hat Anspruch auf Pflegehilfsmittel?

  • Kostenübernahme für Pflegehilfsmittel

  • Pflegehilfsmittel beantragen

Was sind Pflegehilfsmittel?

33 Abs.1 SGB V: „Versicherte haben Anspruch auf Versorgung mit […] Hilfsmitteln, die im Einzelfall erforderlich sind, um den Erfolg der Krankenbehandlung zu sichern, einer drohenden Behinderung vorzubeugen oder eine Behinderung auszugleichen […].“

Pflegehilfsmittel sollen das Leben von pflegebedürftigen Personen erleichtern, ihnen ein selbstständigeres Leben ermöglichen und auch die Pflege für die Pflegeperson erleichtern. Dabei wird zwischen zwei Arten von Pflegehilfsmitteln unterschieden:

  • Technische Pflegehilfsmittel, zum Beispiel Rollstuhl, verstellbares Bett, Treppenlift, Personenlift und so weiter
  • Pflegehilfsmittel zum Verbrauch, zum Beispiel Einmalhandschuhe, Hygieneartikel, Desinfektionsmittel, Inkontinenzmaterial und so weiter
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Hilfsmittel und Pflegehilfsmittel – die Unterschiede

Hilfsmittel sollen den Erfolg einer Behandlung sichern, eine Behinderung ausgleichen oder verhindern, dass ein Mensch pflegebedürftig wird. Zu diesen Hilfsmitteln zählen beispielsweise Mobilitätshilfen wie Rollstühle oder transportable Rampen, orthopädische Hilfsmittel wie Einlagen, Gehhilfen, Sehhilfen und mehr.

Pflegehilfsmittel hingegen helfen Menschen, die bereits pflegebedürftig sind und erleichtern den Pflegealltag. Diese dienen zur:

  • Körperpflege und Hygiene,
  • Linderung von Beschwerden,
  • selbstständigeren Lebensführung und
  • zum Verbrauch.

Welche Pflegehilfsmittel gibt es?

Pflegehilfsmittel zur Erleichterung der PflegePflegehilfsmittel zur Hygiene und Körperpflege
  • Pflegebetten
  • Betten (manuell / motorisch verstellbar)
  • Bettverlängerungen
  • Bettverkürzer
  • Bettgalgen
  • Aufrichthilfen
  • Seitengitter
  • Fixiersysteme für Personen
  • Einlegerahmen
  • Rückenstützen
  • Pflegebetttische
  • Bettnachtschränke mit verstellbarer Tischplatte
  • Sitzhilfen zur Pflegeerleichterung im Bett
  • Rollstühle mit Sitzkantelung
  • Schieberollstühle
  • Greifreifenrollstühle
  • Pflegerollstühle
  • Zubehör, Wartung, Reparatur von Pflegehilfsmitteln
  • Bettpfannen (Stechbecken)
  • Urinflaschen
  • Urinschiffchen
  • Urinflaschenhalter
  • Saugende Bettschutzeinlagen, wiederverwendbar, verschiedene Größen
  • Kopfwaschsysteme
  • Ganzkörperwaschsysteme
  • Duschwagen
  • Kopfwaschbecken, freistehend
  • Hygienesitze
  • Reparatur und Wartung Pflegehilfsmittel zur Körperpflege
Pflegehilfsmittel zur selbständigeren Lebensführung

  • Notrufsystem / Hausnotrufsystem
Pflegehilfsmittel zur Linderung von Beschwerden

  • Lagerungsrollen
  • Lagerungshalbrollen
Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel

  • Saugende Bettschutzeinlagen, Einmalgebrauch, verschiedene Größen
  • Fingerlinge
  • Einmalhandschuhe
  • Mundschutz
  • Schutzschürzen
  • Einmallätzchen
  • Desinfektionsmittel

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Wer hat Anspruch auf Pflegehilfsmittel?

Die Pflegeversicherung übernimmt einen Teil der monatlichen Kosten für Pflegehilfsmittel, die zum Verbrauch bestimmt sind. Unter den nötigen Voraussetzungen werden bis zu 40 Euro pauschal übernommen. Sollten Sie mehr Pflegehilfsmittel benötigen, müssen Sie Kosten, die 40 Euro überschreiten, selbst bezahlen. Um diese Unterstützung zu bekommen, müssen die bereits genannten Bedingungen im elften Sozialgesetzbuch (SGB XI) erfüllt werden. Die drei Kriterien noch einmal in der Übersicht:

  • Es muss ein anerkannter Pflegegrad(bis 2017 Pflegestufe) vorliegen: Pflegegrad 1, Pflegegrad 2, Pflegegrad 3, Pflegegrad 4 oder Pflegegrad 5 haben Anspruch.
  • Die Pflege erfolgt durch eine private Person (angehörige, Verwandte, Freunde) oder einen Pflegedienst (wird die tägliche Pflege von einem Pflegedienst durchgeführt, wird die Abrechnung der Pflegehilfsmittel-Pauschale meist durch den Pflegedienst übernommen).
  • Die Pflege findet in der eigenen Wohnung, bei Verwandten oder in einer Wohngemeinschaft statt.
Verschiedenen Pflegehilfsmittel liegen auf einem weißen Hintergrund

Kostenübernahme für Pflegehilfsmittel?

Die Pflegekassen übernehmen unter den oben genannten Voraussetzungen die Pauschale von 40 Euro für die Pflegehilfsmittel. Einige Pflegekassen haben feste Vertragspartner, die Ihnen meist eine Pflegebox mit Mitteln im exakten Gesamtwert und für den Festbetrag von 40 Euro zur Verfügung stellen. Sie können jedoch selber wählen, von welchem Anbieter Sie Ihre Pflegehilfsmittel beziehen wollen. Für eventuelle Mehrkosten müssen Sie dann jedoch selber aufkommen. Voraussetzung für die Kostenübernahme der Mittel ist, dass diese im Pflegehilfsmittelverzeichnis gelistet sind.

Pflegehilfsmittel beantragen

Um die Pflegemittel zu beantragen, können Sie einfach einen Antrag bei der Pflegekasse einreichen. Sie brauchen grundsätzlich kein Rezept, jedoch ist es sicher hilfreich, einen Arzt zu einem Empfehlungsschreiben hinzuzuziehen oder eine Einschätzung vom MDK (Medizinischer Dienst der Krankenkassen) einzuholen.

Der Antrag auf die Pflegehilfsmittel kann formlos erfolgen, sollte aber folgende Punkte beinhalten:

  • Name des Patienten
  • Geburtsdatum
  • Art des Pflegehilfsmittels

Da die Bedürfnisse einer jeden zu pflegenden Person unterschiedlich sind, benötigen sie auch individuelle Pflegehilfsmittel. Wir unterstützen Sie gerne dabei, Ihre Pflegehilfsmittel zu beantragen, und beraten Sie zu Ihrem ganz persönlichen Pflegefall. Schreiben Sie uns eine E-Mail oder rufen Sie an!

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